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ACP Therapie-Alternative zur OP

Vorsicht Operation! Deutschland ist Spitzenreiter
Und was Sie dagegen tun können

Es ist seit Jahren bekannt und es geht durch alle Medien: Deutschland ist Europameister im Operieren – so sehen es zumindest viele Ärzte. Die Gründe dafür können wirtschaftlicher Natur sein, aber die Vermutung liegt nahe, dass Ärzte nicht über sinnvolle Alternativen informiert sind. Die meisten Operationen betreffen den Bewegungsapparat wie Wirbelsäule, Schulter-, Hüft- und Kniegelenk. Viele Operationen wären vermeidbar, würde man auf die Ursache der Schmerzentstehung und der Gelenkschädigung eingehen. Dadurch könnte viel Geld gespart und unnötiges Leiden verhindert werden.

Allein in Deutschland leiden mehr als fünf Millionen Menschen unter Arthrose. Eine definitive Heilung gibt es bis heute nicht, wohl aber lässt sich der Verlauf beeinflussen.

Arthrotische Gelenkveränderungen sind so alt wie die Menschheit. Früher musste man dies mehr oder weniger einfach hinnehmen, ohne allzu viel dagegen tun zu können. Das heißt, die Schmerzen mussten ertragen werden bis irgendwann die Behinderung so groß wurde, dass eine Belastung nicht mehr möglich war. Heute sind wir zum Glück in der Lage, durch kluge Konzepte die Schmerzen zu lindern, die Beweglichkeit zu verbessern und den weiteren Verlauf positiv zu beeinflussen. Dabei sind die Einflussmöglichkeiten natürlich umso größer, je früher die Therapie einsetzt.

Das heißt Gelenkschmerzen und Bewegungseinschränkungen sollten nicht auf die leichte Schulter genommen werden, sondern vielmehr frühzeitig abgeklärt werden. Wenn bereits eine Knochenglatze besteht, also der Knorpel nahezu vollständig abgerieben ist, kommt jede konservative Therapie zu spät. Bei einer hochgradigen Arthrose können z. B. sogenannte Knorpelschutzstoffe oder Injektionen, die die „Gelenkernährung“ verbessern sollen, einfach nicht mehr wirken. Da sollte man dann rechtzeitig ein Kunstgelenk einsetzen.

Prinzipiell sollte eine Endoprothese jedoch so lange wie möglich hinausgezögert werden, da diese eine begrenzte Lebensdauer besitzt und es früher oder später zu Lockerungen kommen kann. Auch die Risiken der Operation seien nicht vergessen. Es gilt daher, bei arthrotischen Beschwerden eine dem Krankheitsbild angepasste Therapie zu wählen und diese so früh wie möglich zu beginnen, damit eine Prothese, wenn überhaupt, erst im fortgeschrittenem Lebensalter eingesetzt werden muss. So kann man idealerweise den Krankheitsverlauf erfolgreich beeinflussen und gute Erfolge erzielen.

Eine erfolgreiche alternative Therapie ist nur möglich in frühen und mittleren Stadien, wenn noch genügend Knorpel vorhanden ist.

Es gibt neuere konservative Behandlungsmöglichkeiten, die sich bei Arthrose bewährt haben. Neben der Einnahme von entzündungshemmenden und schmerzlindernden Medikamenten profitieren viele Patienten auch von der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln, die den Organismus mit speziellen Stoffen für den Knorpelstoffwechsel versorgen. Gute Erfahrung haben wir auch mit Hyaluronsäure gemacht, die direkt ins Gelenk injiziert wird. Hyaluronsäure ist Bestandteil der gesunden Gelenkflüssigkeit und dort für die Schmiereigenschaften verantwortlich. Bei Arthrose ist diese Gelenkflüssigkeit in ihrer Zusammensetzung gestört und kann durch die Injektionen wieder optimiert werden. Relativ neu ist die sogenannte ACP Therapie, die auch gezielt die neuen Erkenntnisse zum Knorpelstoffwechsel und zur Knorpelbiologie nutzt. Bei der Behandlung mit „autologem conditioniertem Plasma“, so genanntes ACP, werden die im Blut des betroffenen Patienten enthaltenen Wachstumsfaktoren konzentriert und dann direkt ins Gelenk gespritzt. Dies fördert und unterstützt die körpereigenen Heilungsmechanismen, ohne dass irgendwelche unerwünschten Wirkungen zu befürchten sind. In klinischen Untersuchungen konnten damit deutliche Verbesserungen hinsichtlich des Schmerzverlaufes und der Beweglichkeit nachgewiesen werden.

Patienten können auch selber aktiv werden und positiv auf ihre Arthrose einwirken!

Betroffene können selber sehr viel tun. Neben einer entsprechenden Gewichtskontrolle ist vor allem
Bewegung wichtig. Eine halbe bis dreiviertel Stunde pro Tag reicht schon aus. Eventuell können dabei z. B. Bandagen das Knie stützen oder Wanderstöcke das Gehen erleichtern. Auch  entsprechende Schuhzurichtungen wie Einlagen oder Orthesen können erkrankte Gelenke entlasten.
Wichtig ist, dass bereits bei den ersten Anzeichen für Arthrose gegengesteuert wird und entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden. Dies geschieht am besten im Rahmen eines individuell abgestimmten Behandlungsplanes, der auch alle modernen Möglichkeiten berücksichtigt. Das Abwarten bis zur Prothese ist heute weder angemessen noch erforderlich.

Noch gibt es keine Therapie, die an den Ursachen der Erkrankung ansetzt und sie heilt, dennoch gibt es eine Reihe von Behandlungen, um den Verlauf der Arthrose sowie die Schmerzen zu beeinflussen. Ihr Hausarzt berät Sie gerne dazu.





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